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Weinlese 2021 – Ein herausforderndes Jahr

Die Weinlese ist der Höhepunkt des Winzerjahres. Aber bis es so weit ist und das Leseteam gesunde, hocharomatische und perfekt ausgereifte Trauben nach Hause bringt, ist viel Vorarbeit notwendig: Etwa 25-mal kommen wir über das Jahr an jedem Rebstock vorbei. Häufig zu Fuß, da viele Arbeiten wie der Rebschnitt, das Anbinden der Triebe, das Ausbrechen von Knospen zur Ertragsreduktion im Frühjahr, das Entblättern zur Belüftung der Traubenzone oder auch das Reduzieren des Traubenbehangs zur Qualitätsförderung nur per Hand erledigt werden können.

Weinlese 2020

Glücklich mit der Traubenqualität und gespannt auf das, was nun im Keller heranreift, blicken wir zurück auf ein herausforderndes Jahr 2021! Nicht nur die andauernden Auswirkungen von Corona forderten uns heraus, sondern auch die Arbeit im Weinberg in mancherlei Hinsicht: Durch das kalte Frühjahr waren Austrieb und Blüte der Rebe später als in den vorangegangenen, vergleichsweise frühen Jahren und auch die Weinlese begann erstmals seit 2016 wieder Mitte September. Mit den häufigen und teils kräftigen Niederschlägen im Sommer war die Gesunderhaltung von Blattwerk und jungen Trauben eine besondere Aufgabe für uns und unser Team. Die kurzen Pausen zwischen dem Abtrocknen der Böden und vor der nächsten Regenfront wurden intensiv genutzt, um alle Weinbergsarbeiten wie Entblättern, Laubschnitt, Walzen der Begrünung, etc. zu erledigen. In einem Jahr wie diesem spielt die Handlese ihren ganzen Vorteil aus! Alle Trauben werden bei der Lese von Hand einzeln begutachtet und nach Qualität sortiert. Bis zu drei Mal waren wir nacheinander in einzelnen Weinbergen, um die Trauben in unterschiedlichen Qualitäts- und Reifestadien getrennt voneinander zu ernten. Eine so zeitintensive Handlese ist mittlerweile selten in der Region: In diesem Jahr haben uns 30 Helfer fünf Wochen lang unterstützt.

 

Weinlese 2020
Weinlese 2020

Am 16. September ging es mit der Lese der ersten Trauben, Chardonnay und Spätburgunder für unsere Sektgrundweine, los. Die letzten Trauben – auch in diesem Jahr wieder der Riesling Ruppertsberger Nußbien – wurden am 19. Oktober gelesen.

Und wie wird nun der Jahrgang 2021?
Stand heute, Mitte November, kann man das geschmacklich erst in groben Zügen erahnen, da viele Jungweine noch sehr trüb sind, teilweise auch noch am Gären. Doch was wir probieren, das stimmt uns hoffnungsvoll! Vom Witterungsverlauf weist 2021 Ähnlichkeiten mit 2016 oder 2013 auf. Schon häufig haben wir beobachtet, dass die etwas kühleren Jahrgänge auf mittlere und lange Frist sich in der Bewertung nach vorne schieben. Insbesondere der Riesling profitiert von diesen Jahren und auch für Sekt erwarten wir exzellente Qualitäten. Während des Herbstes haben wir im Team abends ein paar Rieslinge aus 2013 und 2016 geöffnet und waren begeistert von der Frische und Schlankheit der Weine – auch nach einigen Jahren der Reife.

Verfolgen wir gemeinsam die Entwicklung dieses Jahrgangs!

 

 

Der geschmückte Traktor beim Herbstabschluss 2021